Erkrankungen

Angina Pectoris - Brustenge

„Angina Pectoris“ beschreibt eine anfallsartig auftretende Brustenge, typischerweise ausgelöst durch körperliche oder seelische Belastung. Ursache ist zumeist eine Einengung der Herzkranzarterien, welche das Herz mit sauerstoffreichem Blut und damit „Benzin“ versorgen. Kommt es durch eingeengte (Herzarterien zur Minderversorgung des Herzmuskels mit sauerstoffreichem Blut („Benzin“) macht sich dies häufig durch ein Engegefühl auf oder um die Brust bemerkbar.

Da der „Treibstoffmangel“, wie beim „Benzinmotor“, durch eine Funktionsstörung bemerkbar wird, verspüren Patienten den Funktionsverlust des Herzens häufig auch als Luftnot. Dazu kommt es typischerweise anfangs bei stärkerer, später, bei zunehmender Einengung der Gefäße, leichterer Belastung. Die Beschwerden verschwinden dann in der Regel in Ruhe. Anhaltende Schmerzen / Enge auf der Brust mit Luftnot sind dann häufig Zeichen eines Herzinfarktes.

Umfangreiche Untersuchungen

Vorsicht

Angina Pectoris und der Herzinfarkt verlaufen nicht immer gleich und werden nicht von jedem Patienten typisch geschildert. Gerade Patienten aus anderen Kulturkreisen, welche die deutsche Sprache nicht gut beherrschen oder auch Frauen verspüren oder schildern die Beschwerden anders.

Zuckerkranke Patienten (Diabetiker) oder ältere Patienten verspüren häufig nur Luftnot unter Belastung oder eine zunehmende Leistungseinschränkung, welche dann als alterstypisch abgetan wird. Aufgrund des hohen Anteils von Migranten und Senioren in unserer Praxis sind Ärzte und Arzthelferinnen unserer Praxis hier besonders geschult.

Untersuchungen Angina Pectoris

Wir führen in unserer Praxis umfangreiche Untersuchungen zur Abklärung von Angina Pectoris oder der Gefährdung durch Herzinfarkt durch.

Dazu gehören:

  • das 12-Kanal-Elektrokardiogramm
  • das Belastungs-Elektrokardiogramm
  • die Echokardiographie
  • diverse Laboruntersuchungen
  • eine umfassende Erhebung der Kranken- und Familiengeschichte
  • körperliche Untersuchung

Herzinfakt

Achtung

Bei starken Beschwerden oder Verdacht auf Herzinfarkt immer!!! 112 anrufen.

Verlauf

Zu einem Herzinfarkt kommt es bei einem anhaltenden Verschluss einer Herzkranzarterie, welche den Herzmuskel mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Dadurch wird der Herzmuskel in dem vom Gefäß versorgten Gebiet von der Blutzufuhr abgeschnitten und macht sich sofort durch Schmerz auf der Brust, am Rücken, an den Armen oder im Bauch bemerkbar. Zusätzlich kommt es häufig wie bei der Angina Pectoris zu Luftnot.

Vegetative Symptome wie Schweißausbruch oder Übelkeit sind ebenfalls möglich. Bleibt das Gefäß verschlossen kommt es über einen Zeitraum von 4 Stunden zu einem Absterben des betroffenen Herzmuskelgebietes. Nach 4 Stunden ist das Muskelareal abgestorben und es verbleibt eine Narbe. Der Herzmuskel ist nun geschwächt, es besteht häufig eine Herzinsuffizienz.

Diagnose

Diagnostiziert wird der Herzinfarkt durch typische Veränderungen im 12-Kanalelektrokardiogramm und dem Anstieg von Laborwerten im Blut. Wird ein Herzinfarkt vermutet sollten Patienten oder deren Angehörige sofort über 112 den Notarzt herbeiholen, da nur eine sofortige Wiedereröffnung des Gefäßes über eine Herzkatheteruntersuchung im Krankenhaus Herzmuskelgewebe retten kann. Zusätzlich besteht die Gefahr eines Herzstillstandes zu jeder Zeit, welcher nur durch einen Elektroschock (Defibrillation) beendet werden kann.

Warnzeichen können jederzeit in unserer Praxis abgeklärt werden. Dazu gehören Schmerz oder Druck auf Brust, Hals, Armen unter Belastung oder kurz anhaltend auch in Ruhe sowie Luftnot.

Risikogruppen

Gefährdet sind Patienten in deren Verwandtschaft Herzinfarkte in frühen Lebensjahren oder gehäuft auftreten, Diabetiker (Zuckerkrankheit), Raucher, Patienten mit Bluthochdruck oder erhöhtem Cholesterin (Hypercholesterinämie) sowie Übergewicht. Zunehmend in den Blickpunkt geraten Patienten mit Depression, welche häufig einen Herzinfarkt erleiden.

Untersuchungen Herzinfakt

Unsere Praxis bietet die Möglichkeit zu umfangreichen Untersuchungen, ob eine Einengung der Herzkranzgefäße und eine Gefährdung für Herzinfarkt vorliegt.

Wir bieten folgende Untersuchungen an:

  • das Belastungs-Elektrokardiogramm
  • das 12-Kanal-Elektrokardiogramm
  • die Echokardiographie
  • diverse Laboruntersuchungen
  • körperliche Untersuchung
  • immer eine umfassende Erhebung der Kranken- und Familiengeschichte

Zusätzlich arbeiten wir eng mit Krankenhäusern zusammen in denen Herzkatheter-untersuchungen (Koronarangiographie) durchgeführt werden. Weitere Spezialuntersuchungen wie Myokardszintigraphien zur bildlichen Darstellung von Blutmangel am Herzmuskel wird in einer Spezialpraxis vermittelt. Termine werden von uns zeitnah vereinbart.

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